1946 bis 1956

 

Nach Kriegsende stellte das stark gestiegene Fahrgastaufkommen eine große Beanspruchung für die teilweise alten Fahrzeugen und deren schlechten Zustand dar. 1946 wurden 50 Trieb- und 50 Beiwagen bei SGP (Simmering-Graz-Pauker in Graz) bestellt. Diese Wagen wurden von 1949 bis 1951 ausgeliefert. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation wurden die Wagenkasten aus Holz gefertigt und nicht wie bei Neubauten üblich aus Metall.

Anfang der 1950er Jahre wurden auch 11 ältere Triebwagen mit einem neuen Wagenkasten versehen. Dadurch wurde es möglich, zahlreiche Fahrzeuge aus den Anfangszeiten des elektrischen Betriebes auszuscheiden.

Die Farbgebung der Fahrzeuge wechselte auf elfenbein (Oberteil) und dunkelgrün (Unterteil).

 

 

 

 

 

1957 bis 1971

 

Durch die Zunahme des PKW-Verkehrs wurden beginnend mit der Linie 3 (1957) zahlreiche Straßenbahnlinien eingestellt oder verkürzt. So endete 1960 der Güterverkehr mit der Straßenbahn. Zuletzt wurde noch Kohle vom GKB-Bahnhof zum Landeskrankenhaus transportiert.

1960 erfolgte vom Verkehrsministerium ein Erlass, dass alle Triebwagen für mehr als 25km/h mit Schienenbremsen ausgestattet sein müssen. Dieser Erlass führte zum Ankauf der 6achsigen DÜWAG-Gelenkwagen zwischen 1963 und 1966 (insgesamt 23 Fahrzeuge).

Die alten Fahrzeuge aus der Zeit vor 1945 wurden ausgeschieden.

1972 bis 1989

 

Das Straßenbahnnetz ist auf die geringste Ausdehnung seit Bestehen geschrumpft. Gemäß Auflage der Aufsichtsbehörde sollten die Triebwagen der Serie 200 (Baujahr 1949-51) aufgrund ihres Holzaufbaus in den 1970er Jahren ausgeschieden werden. Daher wurden 1976 bei SGP 10 Achtachser vom DÜWAG-Typ Mannheim bestellt. Ab 1984 wurden 21 gebrauchte Achtachser aus Wuppertal (Baujahr 1958 –1963) als Ersatz für die Holzkasten-Zweiachser beschafft. 1984 wurden bei SGP/Graz 12 sechsachsige Gelenkwagen bestellt, die 1986 geliefert wurden. Die letzten Zweiachser wurden erst 1988 ausgeschieden.

 

 

 

 

 

 

 

 

1990 bis 2008

 

Im September 1990 wurde mit der Verlängerung der Linie 1 die erste Straßenbahnverlängerung seit 64 Jahren in Betrieb genommen. Von 1988 bis 1991 wurden 17 gebrauchte Fahrzeuge aus Duisburg (8-Achser, Typ Mannheim, Baujahr 1971 – 1973) als Ersatz für die Wuppertaler erworben. 1996 wurde der zentrale Verkehrsknoten – der Jakominiplatz – umgebaut und zusätzliche Wendemöglichkeiten für die Straßenbahn geschaffen. 2002 gingen die ersten Niederflurfahrzeuge (Typ „Cityrunner“) in Betrieb.

2006 bis 2007 wurden die Straßenbahnlinien 4, 5 und 6 verlängert.