1899 bis 1918

 

Auf Grund des Vertrages zwischen Stadt Graz und der Pferdebahngesellschaft wurde das gesamte Pferdebahnnetz elektrifiziert und die Straßenbahnen in die damaligen Vororte verlängert. Für den elektrischen Betrieb wurden 1899 bis 1902 insgesamt 70 Triebwagen geliefert, die mit 40 Beiwagen (adaptierte Pferdebahnwagen) im Einsatz waren.

Bis 1912 wurden weitere 35 Triebwagen gekauft, Beiwagen hingegen wurden auch gebraucht aus Wien bezogen. Ab 1906 erhielten die Fahrzeuge sukzessive geschlossene Plattformen. Die Farbgebung war ursprünglich dunkelgrün mit elfenbeinfarbenen Zierlinien, später auf grün-weiß geändert, wobei unter den Fenstern zwischen den Türen ein weißes Band lackiert wurde. Es wurden die ersten Fahrzeuge bereits in den Farben Elfenbein mit grünern Zierlinien lackiert.

Die Linien waren anfangs mit farbigen Scheiben gekennzeichnet. Erst im Jahr 1911 wurde die Nummerierung der Linien eingeführt.

Im Jahr 1916 wurde der Güterverkehr vor allem für die Beförderung von Kohle und Sand mit der Straßenbahn aufgenommen.

 

 

 

 

1919 bis 1930

 

Die Triebwagen und Beiwagen wurden immer wieder umgebaut, wobei die Plattformen verschlossen und die Achsstände der Fahrwerke vergrößert wurden. In den dreißiger Jahren wurden zahlreiche Beiwagen aus Wien gebraucht übernommen. Als letzte Strecke in dieser Periode wurde 1927 auf den neuen Grazer Gürtelstraßen die Verbindung JakominigürtelHerrgottwiesgasse errichtet.

Die Farbgebung aller Fahrzeuge wurde auf Elfenbein mit grünen Zierlinien geändert.

1931 bis 1945

 

Anfang der 1930er Jahre gingen aufgrund der schlechten Wirtschaftslage in Österreich die Fahrgastzahlen zurück. Im Herbst 1938 wurde in Graz der Rechtsverkehr eingeführt. 1939 wurde die Mariatrosterbahn in den Tarif der Grazer Tramway Gesellschaft (GTG) einbezogen und der Abschnitt Zinzendorfgasse – Hilmteich eingestellt. 1940/41 wurde der Abschnitt Hilmteich – Mariatrost abschnittsweise umgespurt und die Linie 1 nach Mariatrost verlängert. Im zweiten Weltkrieg stieg vor allem der Berufsverkehr stark an. Um die Fahrgäste befördern zu können, wurden aus Düsseldorf und Nürnberg gebrauchte Triebwagen angekauft, ebenso kamen einige alte Beiwagen aus Wien und vier fabrikneue Beiwagen der KSW-Type nach Graz.